DIE MACHER DER MUNICH FABRIC START IM GESPRÄCH

Über die Stärkung der Dachmarke, interaktives Networking und Innovationen.

MUNICH FABRIC START wird zukünftig als Dachmarke noch stärker in den Vordergrund der strategischen Ausrichtung treten. Warum dieser Schritt?

Sebastian Klinder: Die MUNICH FABRIC START ist eine der weltweit größten Stoff- und Zutatenmessen. Diese Saison stellen fast 1050 Aussteller ihre Produktentwicklungen in München vor. Innerhalb der sehr erfolgreichen MUNICH FABRIC START Familie haben wir in zusätzliche und klar definierte Formate investiert, die nach außen in der Kommunikation und Marketingpolitik eigenständig und zielgruppenorientiert auftreten.

Dazu gehört die VIEW als frühe Messe, dazu gehört aber auch die BLUEZONE, eine der international wichtigsten Denim-Veranstaltungen. Wir haben vor zwei Jahren mit dem KEYHOUSE einen Innovations- Think Tank geschaffen, der enormen Zuspruch erfährt. All diese Satelliten verfügen über ein eigenes Profil. Das ist wichtig und richtig. Ihre Stärke jedoch spielen sie erst im Package voll aus. In der Chronologie und Synergie der strategisch abgestimmten Veranstaltungen. Und dies zukünftig noch konsequenter unter der renommierten Dachmarke MUNICH FABRIC START.

Mit dem KEYHOUSE ist ein starkes interaktives Zentrum entstanden, das in dieser Form einzigartig ist.

Frank Junker: Wir haben hier einen kreativen Raum in der vorhandenen Architektur des ehemaligen Kesselhauses geschaffen, der die Komponenten von Tradition und Zukunft, von analog und digital, von Sustainable Innovations und High Tech in außergewöhnlicher Art und Weise miteinander verbindet und Neues entstehen lässt. Hochkarätige Experten demonstrieren in beeindruckender Art und Weise aktuelle Entwicklungen in den unterschiedlichsten Bereichen. Angefangen von den Sustainable Innovations über zukunftsfähige Prozesslösungen und der Digitalisierung von Farbreferenzen bis hin zum digitalen Kleiderschrank, wie aktuell von FashNerd in Kooperation mit MUNICH FABRIC START gezeigt.

Das Thema: Wardrobe of the Future. Eine spannende Vorstellung. Das KEYHOUSE ist geballte Kreativität in der Kombination von Fashion Tech und Development. Faktoren, die zukünftig den Modemarkt entscheidend beeinflussen werden.

Die MUNICH FABRIC START entwickelt sich immer stärker zu einer Plattform für interaktives Networking. Bedeutet diese Entwicklung eine Schwerpunktverlagerung in der Aufgabenstellung?

Wolfgang Klinder: Als Messeveranstalter haben wir sehr früh auf die neuen Anforderungen des Marktes reagiert. Unsere vorrangige Aufgabe ist es zunächst, eine funktionierende Plattform für eine qualitativ hochwertige Angebots-Offensive führender internationaler Anbieter in den Bereichen Fabrics und Additionals zu schaffen. Dies ist uns umfassend gelungen. Hier sind langjährige verlässliche Partnerschaften entstanden, die entscheidend sind für den Erfolg der MUNICH FABRIC START.

Andererseits gilt es sich darüber hinaus breiter aufzustellen und die Rolle des Initiators und Motivators zu übernehmen. Dazu gehört zwingend ein kompetentes und innovatives Side- Event-Programm. Ich möchte hier auf die sehr erfolgreiche Konferenz ‘patterns X.0‘ verweisen, die bereits zum zweiten Mal stattfindet. Sourcing ist ein immens wichtiges und die Branche bewegendes Thema.
Ebenso wie die herausfordernde Komplexität der Digitalisierung. Wir sind aufgefordert, Prozesse in Gang zu setzen, Experten-Know-how zugänglich zu machen, letztendlich Instrumentarien und Lösungsansätze für zukunftsrelevante Prozesse anzubieten.