DOPPELHAUS- CLOUDWOOL

Die Gründer von Doppelhaus, Martin Brambley und Yolanda Leask sind im KEYHOUSE und in den Sustainable Innovations keine Unbekannten. Schon vor genau einem Jahr waren sie eingeladen, ihre innovativen und ökonomisch attraktiven Vlies-Fabrics mit geringen Umweltauswirkungen zu präsentierten. Damals befand sich ihr Fabric-Projekt noch in einer Pilotphase, die ersten Prototypen waren jedoch bereits so überzeugend, dass man das Potenzial bereits erahnen konnte. Zwölf Monate später zeigt sich, dass der erste Eindruck der richtige war: In der Zwischenzeit hat Doppelhaus die ersten Ideen konsequent weiterentwickelt und zeigt im Januar 2018 Cloudwool, einen nachhaltigen Vliesstoff – hergestellt zu 100% aus europäischer und britischer sowie kardierter Wolle und produziert in Deutschland. Das innovativen Vliesverfahren, das die besonderen Oberflächen erst möglich macht, haben Brambley und Laesk nicht nur selbst entwickelt, sondern auch zum Patent angemeldeten.

Unter dem Markennamen Cloudwool bringt Doppelhaus den innovativen Non-Woven-Fabric ab Februar diesen Jahres auf den Markt. Er verspricht, die Vorteile eines herkömmlichen Woll-Vliesstoffe zu übertreffen: Flexibler, leichter und drapierbarer als konventioneller Filz soll Cloudwool sein, zudem keine Faserlinie haben und aufgrund der besonderen Vlieskonstruktion nicht ausfransen, was ein effizientes Schnittmuster ermöglicht. Darüber hinaus will die Produktionstechnik von Doppelhaus mit ökonomischer und ökologischer Attraktivität punkten. Denn die Produktion ihrer Nonwovens ist billiger, schneller und effizienter als konventionelle Webverfahren es sind. Direkt aus Fasern aufgebaut, also ohne den Einsatz von Garnen, könnten Vliesstoffe der Textilindustrie eine nachhaltige Alternative für Webwaren bieten und diese, so ist sich Doppelhaus sicher, mittelfristig sogar teilweise ersetzen. Da sie sowohl Zeit- als auch Arbeits- und Kosteneinsparungen schaffen, können Non-Wovens überflüssige Verschwendung minimieren.

Und dank neuer technologischer Entwicklungen wie der Hydroverfilzung, können Vliesstoffen inzwischen auch bei solchen Qualitätsansprüchen und Echtheiten wie dem Fall sowie der Halt- und Waschbarkeit mit herkömmlich gewebten Stoffen konkurrieren, bei denen dies in der Vergangenheit nicht der Fall war. Insbesondere die Kombination von state-of-the-art Vlies-Technologie, ressourcenschonendem Einsatz ausschließlich europäischer Wolle sowie transparenter und lokaler Produktion in Deutschland sprechen dafür, dass Cloudwool mit dem Schritt von der Prototypphase zur Serienreife keinesfalls seinen Zenit erreicht hat, sondern, dass dem innovativ-nachhaltigen Produkt durchaus eine weiterhin erfolgreiche Zukunft bevorstehen könnte.