GROWING PATTERNS – FÄRBEN MIT BAKTERIEN

Chemikalienfrei, wassersparend, ressourceschonend: Färbeverfahren mit Bakterien bieten eine Reihe von Vorteilen in Punkto Nachhaltigkeit. Diese innovative Methode auch in industriellem Maßstab nutzbar zu machen, daran arbeiten derzeit unterschiedliche Projekte.

So etwa „Growing Patterns“: Die Motivation der Studentinnen Iris Bekkers, Noa Fischer, Katelijn van Kooten und Kamilė Vaitkutė ist es, den Prozess des Färbens mit Organismen voranzutreiben und für Designer und Industrie leicht adaptierbar zu gestalten. Denn bisher konnten Bakterien beispielsweise für die Kreation von Mustern nur begrenzt kontrolliert werden.

Dazu experimentiert das Team interdisziplinär. Sie übersetzen Batiktechniken in modernste Technologien, wobei antimikrobielles Filament als Muster in 3D-Drucktechnik auf einen Stoff gedruckt wird. So verändern die Bakterien während des Färbeprozesses in der Petrischale die bedruckten Areale nicht. Anschließend wird das Filament von dem Stoff entfernt und legt die nicht eingefärbten Stellen frei.

In weiteren Versuchen arbeiten die Designerinnen mit Siebdrucktechniken oder erstellen Muster mit Hilfe von Wärmeleitdraht. Eine smarte Idee, denn um den Draht herum ist die Temperatur für die Bakterien zu hoch, sodass diese Bereiche keine Pigmente annehmen.

Die Versuche sind ein Ausgangspunkt, um in Zukunft auch größere Stoffmengen zu bearbeiten. Mit Growing Patterns möchten die Designerinnen ein Grundfundament zur Erforschung dieser alternativen Färbemethode, die möglicherweise die weit verbreiteten giftigen chemischen Farbstoffe in der Industrie ersetzen könnte, legen.