SEAQUAL – WIR HABEN KEINEN PLANETEN B

Mit Mode die Ozeane säubern. Klingt verrückt? Das spanische Start-up Seaqual macht dies möglich. Seaqual recycelt Plastikmüll aus dem Meer in Polyesterfasern, die dann für Jeans, Sport- oder Bademode verwendet werden können. Denn jedes Jahr landen etwa 8 Millionen Tonnen Müll im Meer, davon 75 Prozent auf dem Meeresboden.

Die Mission von Seaqual ist es, das Mittelmeer vom Plastikmüll zu befreien und dieses Plastik durch upcycling in neue umweltfreundliche Polyesterfasern zu recyceln. Dafür sind 400 Boote und 1.500 Fischer vor der spanischen Küste in das Projekt involviert. Anstatt den Meeresmüll, der täglich als Beifang in ihren Netzen landet, einfach wieder zurück über Bord zu werfen, wie es die gängige Praxis ist, animiert Seaqual die Fischer, ihn mit in die Häfen zu nehmen. Dort wird das gesammelte Material wöchentlich nach Metall, Glas und Plastik sortiert und geht dann in jeweilige Recyclingkreisläufe, wobei das Plastik dank Seaqual zu hochwertigen Kunstfasern wiederverarbeitet wird. Das Resultat: Ein 100 Prozent recyceltes Garn von höchster Qualität aus Polyester aus dem wieder Kleidung entstehen kann.

Für jedes Kilo produzierte Faser, ist ein Kilo Müll aus dem Meer verschwunden. Von den Fischern bis zu den Konsumenten ergibt sich so eine nachhaltige Wertschöpfungskette zu denen auch die Spinnereien, Webereien und Marken gehören. Seaqual ist ein Geminscahftsprojekt des Modelabels Ecoalf, der Textilgruppe Santanderina und der Spinnerei Antex.